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Historija

Geschichte des freien Radioprojektes im Burgenland

1994: Gründung des Vereins MORA

Der Verein »Mehrsprachiges Offenes Radio MORA« wird mit dem Ziel gegründet, ein burgenlandweites Radio einzurichten, in dem Deutsch sowie die burgenländischen Volksgruppensprachen Burgenland Romani, Kroatisch und Ungarisch gleichrangig vorkommen.

1997: Die 1. Radiolizenz

Der Verein MORA und die zwei Wochenzeitungen BVZ und BF erhalten als »Mehrsprachiges Offenes Radio MORA & Partner OEG« mit Bescheid der Regionalradio- und Kabelrundfunkbehörde vom 2. Dezember 1997, GZ. 611.200/21-RRB/97, eine Radiolizenz zugewiesen – 106,3 MHz für das Nordburgenland und 105,5 MHz für das Südburgenland. Mit dem Bescheid der Privatrundfunkbehörde vom 19. Juli 1999, GZ 611.200/5-PRB/99 wird letzterer abgeändert und dem der »Verein Mehrsprachiges Offenes Radio – MORA & Partner GmbH« die Zulassung bis 31. März 2005 übertragen.

1999: Antenne4

Mit dem Vertrag vom 17. März 1999 wird die »Antenne4 Lokalradio Betriebsges.m.b.H. & Co. KG« von der »Verein Mehrsprachiges Offenes Radio – MORA & Partner GmbH« mit dem operativen Betrieb des Radios beauftragt. Durch einen »unfreundlichen« Deal der beiden Lizenzmiteigentümer wird das ursprünglich geplante mehrsprachige freie »Radio MORA« zum Privatradio »Antenne4«. Die Mehrheitseigentümer lassen in der Tagesfläche keinerlei mehrsprachige Sendungen zu und weisen den Volksgruppensendungen mit Moderationen in Kroatisch, Ungarisch und Burgenland Romani Sendeplätze in den Abendstunden zu.

2001: Ausgespielt

Nach der Einstellung der Subvention aus der Volksgruppenförderung verkauft der Mehrheitseigentümer die Lizenzgesellschaft »Mehrsprachiges Offenes Radio MORA & Partner GmbH« an einen kommerziellen Radiobetreiber. Trotz zahlreicher Einsprüche bei der Privatradiobehörde gelingt es nicht, dem Verein MORA den Zugang zum Programmmachen auf den 1997 zugewiesenen Frequenzen weiterhin zu ermöglichen. Heute werden die beiden Frequenzen von »Radio 88,6« bespielt.

2003: Schulkooperation

Aus der Not wird eine Tugend: Der Direktor des Gymnasiums Oberpullendorf, Mag. Adalbert Reidinger, bietet dem Verein MORA an, an einem mehrsprachigen Schüler:innen- und Jugendradio zu arbeiten. Die ersten Versuche mit radiointeressierten Schüler:innen macht Mag. Alfred Liebmann. Der Verein MORA bringt sein Studioequipment und sein Know-how ein. Das Studio wird im BG/BRG/BORG Oberpullendorf eingerichtet.

2007: Radio Gymnasium

Der Verein »Radio Gymnasium« wird gegründet. Seine Ziele sind die Förderung der Meinungsvielfalt und der regionalen Kommunikation in den burgenländischen Landessprachen und die Errichtung eines mehrsprachigen Radio-Vollprogrammes im Schüler:innen-Einzugsgebiet des Gymnasiums Oberpullendorf.

1. Mai 2009: Offizieller Start des 24-Stundenprogrammes

Der Verein »Radio Gymnasium« erhält von der RTR-Rundfunk- und Telekomregulierungs GesmbH eine Ausbildungslizenz zugeteilt (Frequenz 98,8 MHz, KOA 1.102/09-002) und beauftragt infolgedessen den Verein »Mehrsprachiges Offenes Radio MORA« mit der Durchführung und Abwicklung des Radioprogramms. Der offizielle Start des 24-Stundenprogrammes erfolgt am 1. Mai 2009 – »Radio OP« ist geboren.

2010: Radio OP geht offiziell on air

Am 9. April 2010 wird das Übungsradio auch offiziell vorgestellt und vom Präsidenten des Landesschulrates LH Hans Niessl feierlich eröffnet. Der Verein „Mehrsprachiges Offenes Radio MORA« führt das Radioprogramm – unter dem Namen »Radio OP« – im Auftrag des Vereins Radio Gymnasium bis September 2021. Radio OP kann beinahe im ganzen mittleren Burgenland empfangen werden, mit Ausnahme des südlichen Teils. In den Folgejahren wird auch ein Livestream eingerichtet.

2019: Vom Ausbildungshörfunk zur Voll-Lizenz

Im April 2019 stellt der Verein »Mehrsprachiges Offenes Radio MORA« den Antrag auf Umwandlung der Ausbildungshörfunk-Lizenz KOA 1.102/18-017 des Vereins »Radio Gymnasium« (vom 26. April 2018) auf eine 10-Jahres-Voll-Lizenz lautend auf den Antragsteller, den Verein »Mehrsprachiges Offenes Radio MORA«. Beantragt wird somit die Zulassung der Veranstaltung eines ganztägigen, terrestrisch verbreiteten 24-Stunden-Radioprogramms für das Versorgungsgebiet »Oberpullendorf und Umgebung« mit der Frequenz »STOOB-SÜD 98,8 MHz« (A1-Sender).

2021: Zuteilung einer 10-Jahres-Voll-Lizenz

Mit Bescheid der Kommunikationsbehörde Austria vom 25. August 2021, KOA 1.202/21-001, wird dem Verein »Mehrsprachiges Offenes Radio MORA« gemäß § 3 Abs. 1 und 2 sowie den §§ 5 und 13 Abs. 1 Z 3 Privatradiogesetz (PrR-G) für die Dauer von zehn Jahren ab Rechtskraft des Bescheides die Zulassung zur Veranstaltung eines Hörfunkprogramms für das Versorgungsgebiet »Oberpullendorf und Umgebung« erteilt.

2022: Kooperation mit der Volksgruppe der Roma

Nach den positiven Erfahrungen mit den mehrsprachigen Sendungen, dem multikulturellen Musikmix und den Sendungen in den Volksgruppensprachen auf Radio OP setzt der Verein MORA den nächsten Schritt: Eine Kooperation mit dem Verein »Roma-Service« führt zur Bildung einer Radio-MORA-Zweigstelle in Oberwart. Im Mai 2022 geht »Romani Ora« (unterstützt aus Mitteln der BKA-Volksgruppenförderung) auf Sendung, hörbar als Stream weltweit, terrestrisch im Bezirk Oberpullendorf.

2023: Relaunch – Radio OP wird zu Radio MORA

In der Folge wird auch mit dem »Burgenländisch-Ungarischen Kulturverein« eine Kooperation abgeschlossen, deren Ziel es ist, auch im Südburgenland ein mehrsprachiges Radio zu installieren. Das bisherige »Radio OP« (OP = Oberpullendorf) wird aus diesem Grund in »Radio MORA« umbenannt. Außerdem wird die Suche nach Frequenzen für den Betrieb eines terrestrischen Rundfunks im Südburgenland eingeleitet.