„Ödenburg und die Ödenburger“ – Vortrag über Identität, Geschichte und Selbstverständnis
29.01.2026
Kürzlich stand die Innenstadt von Sopron/Ödenburg ganz im Zeichen der Stadtgeschichte und ihrer Menschen. Der Stadtführer und Lokalhistoriker Tamás Taschner hielt einen viel beachteten Vortrag mit dem Titel „Ödenburg und die Ödenburger“, in dem er der Frage nachging, was die Stadt ausmacht und wodurch sich ihre Bewohnerinnen und Bewohner auszeichnen. Die Veranstaltung fand am 26. Jänner im Kulturhaus der Pädagogen statt und stieß auf reges Interesse.
Im Zentrum des Vortrags stand die besondere Lage Ödenburgs als Grenzstadt – geografisch, historisch und kulturell. Taschner beschrieb Sopron als einen Ort, an dem unterschiedliche Landschaften aufeinandertreffen: das Alpenvorland, die pannonische Tiefebene und die waldreiche Region rund um den Neusiedler See. Diese Lage habe nicht nur die Natur geprägt, sondern auch die Mentalität der Menschen. „Sopron ist eine Stadt an der Grenze – nicht nur politisch, sondern auch sprachlich, kulturell und geistig“, erklärte Taschner.
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Historische Wurzeln und gelebte Geschichte
Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags lag auf der langen Geschichte der Stadt. Von den keltischen Ursprüngen über die römische Epoche bis hin zu den späteren Jahrhunderten spannte Taschner einen weiten Bogen. Diese historischen Schichten seien bis heute sichtbar und spürbar. Besonders hob er den Beinamen „Civitas Fidelissima“ hervor – die „treueste Stadt“, der Sopron nach der Volksabstimmung von 1921 verliehen wurde. Dieser Titel präge das Selbstverständnis der Stadt und ihrer Bewohner noch immer.
„Warum sind wir Ödenburger anders als andere?“, fragte Taschner im Laufe seines Vortrags und lieferte gleich mehrere Antworten: die besondere Natur, die bewegte Geschichte und ein starkes Bewusstsein für die eigene Identität. Auch Persönlichkeiten wie der ehemalige Bürgermeister Christoph Lackner wurden als prägende Figuren der Stadtgeschichte erwähnt.
Interesse und positive Rückmeldungen
Das Publikum zeigte sich vom Vortrag angetan. Eine Besucherin meinte: „Nicht alles war neu für mich, aber es war sehr interessant, die Geschichte so kompakt und zusammenhängend dargestellt zu sehen.“ Ein anderer Zuhörer betonte: „Der Vortrag war sehr informativ und beeindruckend. Man hat viel über Sopron gelernt und Neues erfahren.“
Taschner selbst fasste den Abend so zusammen: „Es ging um uns – um die Stadt und ihre Bewohner. Um unsere Werte und um das, was uns als Ödenburger bis heute prägt.“
Der Vortrag machte deutlich, dass Sopron weit mehr ist als eine schöne historische Stadt. Sie ist ein lebendiger Treffpunkt von Kulturen, Landschaften und Geschichten – und genau das spiegelt sich auch in ihren Menschen wider.
Der vollständige Vortrag ist demnächst bei Radio MORA zu hören.
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