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MATP-Wettbewerb in Oberwart: Inklusion in Bewegung

28.01.2026

In den Sporthallen der EMS Oberwart fand Mitte Jänner bereits zum siebenten Mal der MATP-Wettbewerb (Motor Activity Training Program) der Special Olympics Burgenland statt. Rund 40 Athletinnen und Athleten aus dem Burgenland und der Steiermark nahmen an diesem inklusiven Sportereignis teil. Der Bewerb richtete sich gezielt an Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf und bildete zugleich den offiziellen Start ins Sportjahr 2026 von Special Olympics Burgenland. Im Mittelpunkt standen dabei nicht Medaillen oder Platzierungen, sondern Bewegung, Teilhabe und gemeinsames Erleben.

MATP steht für Motor Activity Training Program und basiert auf einem Stationenbetrieb mit einfachen, individuell angepassten Bewegungsaufgaben. Landesgeschäftsführer von Special Olympics Burgenland, Sebastian Koller, erklärte das Ziel des Formats so: „Es geht ganz stark darum, Sportlerinnen und Sportler zu bewegen und für Sport zu begeistern, die aufgrund ihres höheren Unterstützungsbedarfs in anderen Sportarten oft nicht mitmachen können.“ Die Stationen reichten von Rollen, Werfen und kurzen Laufstrecken bis hin zu einem 15 Meter langen Rollstuhl- und Rollator-Rennen. Für viele Teilnehmende ist MATP ein erster Schritt in Richtung weiterer Sportarten wie Leichtathletik oder Bowling.

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Starkes Netzwerk aus Einrichtungen und Ehrenamt

Am Bewerb nahmen Teams aus fünf burgenländischen und zwei steirischen Einrichtungen teil, darunter das Caritas Haus St. Stephan Oberpullendorf, das Team Dornau, die Barmherzigen Brüder Steiermark sowie erstmals auch Pro mente Kohfidisch. Sebastian Koller betonte die Bedeutung der Begleitpersonen: „Ohne Trainerinnen, Betreuer und die vielen Ehrenamtlichen würde so ein Bewerb gar nicht funktionieren.“ Rund 40 Volontärinnen und Volontäre unterstützten die Veranstaltung, darunter zahlreiche Schülerinnen und Schüler der BAfEP Oberwart, die an den Stationen halfen, Zeiten notierten und die Athletinnen und Athleten anfeuerten.

Motivation und Erfolgserlebnisse für die Teilnehmenden

Für die Sportlerinnen und Sportler selbst stand die Freude an der Bewegung im Vordergrund. Der 24-jährige Raphael, mehrfacher Teilnehmer bei Special Olympics, berichtete stolz von seinen bisherigen Erfolgen: „Ich habe schon einmal Gold und Silber gewonnen. Das fühlt sich erstaunt und freudig an.“ Auch Rainer aus dem Haus St. Stephan zeigte sich begeistert: „Ich nehme jedes Mal eine Medaille mit heim.“ Solche Erfolgserlebnisse stärken das Selbstvertrauen und wirken weit über den Bewerbstag hinaus.

Mehr als Sport: Selbstwert und Gemeinschaft

Doris, MATP-Beauftragte im Kastell Dornau, sieht im Programm vor allem einen langfristigen Mehrwert: „Du bekommst viel mehr Selbstbewusstsein, weil die Leistung anerkannt wird. Sie kommen raus, treffen andere Menschen und erleben Gemeinschaft.“ Besonders berührend war der Auftritt der ältesten Teilnehmerin des Tages. Die 78-jährige Bewohnerin des Hauses St. Stephan nahm erstmals am MATP-Bewerb teil. Ihr Betreuer Kevin Sagmeister erklärte: „Die Motivation ist von ihr selbst ausgegangen. Sie wollte dabei sein – und es läuft super.“

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Positiver Blick in die Zukunft

Der siebente MATP-Wettbewerb zeigte eindrucksvoll, wie Sport Inklusion erlebbar macht. Für Sebastian Koller ist der eingeschlagene Weg klar: „Ich wünsche mir, dass dieser positive Trend im Burgenland weitergeht. Inklusion soll nicht nur toleriert, sondern selbstverständlich sein.“ Mit dem Bewerb in Oberwart wurde dafür ein starkes Zeichen gesetzt – getragen von Engagement, Begeisterung und einem gelebten Miteinander.


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