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KUGA: Neuer Vorstand stellt sich vor

15.01.2026

Die Kulturvereinigung KUGA in Großwarasdorf hat bei ihrer ordentlichen Generalversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Nach mehr als zehn Jahren an der Spitze übergab Obmann Manuel Bintinger gemeinsam mit Kassierer Marko Zvonarich und dessen Stellvertreter Vigor Matičec die Verantwortung an ein neues Team. Neue Obfrau ist Jelka Zeichmann-Kocsis aus Unterpullendorf. Unterstützt wird sie von ihrer Stellvertreterin Yara Tobler aus Frankenau sowie vom neuen Kassierer Benjamin Ivan Kuzmits aus Kroatisch-Minihof. Im Vorstand bleiben außerdem Julia Karall, Mirjam Kaar und Katarina Mesner-Kinda.

Mit dem Generationenwechsel verbindet sich der Anspruch, Bewährtes fortzuführen und gleichzeitig neue Impulse zu setzen. Die KUGA versteht sich seit Jahrzehnten als offenes Kulturhaus für die Region und als wichtiger Treffpunkt für Volksgruppen, Kunst, Musik und gesellschaftliches Engagement.

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Vom Mitmachen zur Verantwortung

Jelka Zeichmann-Kocsis ist seit vielen Jahren eng mit der KUGA verbunden. Ihr Weg begann über die Mitarbeit bei Musik- und Kinderprojekten. „Für mich war wichtig, dass Kinder hier einen Platz haben, um gemeinsam Musik zu machen“, erklärt sie. In einer Zeit ohne Musikschule oder strukturierte Angebote für junge Menschen sei die KUGA ein Raum gewesen, in dem Eigeninitiative gefragt war. Aus ersten musikalischen Aktivitäten entwickelten sich Kinder- und Jugendformate, die bis heute prägend sind.

Die Entscheidung, die Funktion der Obfrau zu übernehmen, fiel nicht leicht. Zeichmann-Kocsis beschreibt offen die Herausforderungen: Verantwortung für Finanzen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Infrastruktur und Programm erfordere einen anderen Blick als reine Projektarbeit. Ausschlaggebend sei letztlich gewesen, dass sich lange niemand aus der jüngeren Generation bereit erklärt habe, diese Aufgabe zu übernehmen. „Viele engagieren sich gern, aber die erste Reihe bedeutet Zeit, Energie und Verantwortung. Das ist mit Familie und Beruf nicht immer leicht zu vereinbaren“, sagt sie.

Ein KUGA-Highlight aus 2025: 45 Jahre „Bruji“

Raum für Kreativität und Beteiligung

Ein zentrales Ziel des neuen Vorstandes ist es, die KUGA als offenen Raum für regionale Kreativität weiterzuentwickeln. Zeichmann-Kocsis betont, dass Mitmachen mehr bedeute als nur Veranstaltungen zu besuchen. „Mitmachen heißt mitarbeiten, ausprobieren, Verantwortung übernehmen.“ Besonders wichtig sei es, Angebote zu schaffen, die Menschen aktiv einbinden. Der KUGA-Ball dient dabei als Beispiel: Bei der aktuellen Vorbereitung seien zehn neue Personen erstmals aktiv beteiligt. Das zeige, welches Potenzial vorhanden sei, wenn man Möglichkeiten anbietet.

Auch der Blick in die Zukunft spielt eine große Rolle. Zeichmann-Kocsis spricht dabei auch aus persönlicher Perspektive: „Ich habe drei Enkelkinder. Mir ist wichtig, dass sie hier eines Tages einen Platz haben, an dem sie wachsen können und sich zuhause fühlen.“

Organisation, Gemeinschaft und Musik

Stellvertreterin Yara Tobler kam über Veranstaltungen, Musicals und organisatorische Mitarbeit zur KUGA. Für sie steht das Miteinander im Mittelpunkt. „Es ist wichtig, dass Menschen zusammenkommen und gut zusammenarbeiten“, sagt sie. Neben organisatorischen Aufgaben zählt für Tobler besonders das gemeinsame Singen im KUGA-Chor zu ihren Herzensprojekten. Musik habe eine verbindende Kraft, die Generationen zusammenbringe.

Im Oktober 2025 erhielt der Kinder- und Jugendchor der KUGA den Kulturpreis „MiniMetron“

Auch Kassierer Benjamin Ivan Kuzmits ist seit vielen Jahren mit der KUGA verbunden. Sein Weg führte vom Besucher zum aktiven Mitgestalter. Er sieht die KUGA als kulturelles Zentrum der Gemeinde und der Region. „Hier kann man neue Ideen ausprobieren, experimentieren und auch einmal neue Wege gehen“, sagt er. Offenheit und Vielfalt seien zentrale Werte, die die KUGA auszeichnen.

Kontinuität und neue Impulse

Mit Mirjam Kaar ist auch eine Vertreterin der jüngeren Generation weiterhin im Vorstand. Sie ist seit ihrer Kindheit Teil der KUGA und hat verschiedene Funktionen übernommen, von Technik bis Organisation. Für sie ist entscheidend, dass Projekte gut funktionieren und neue Menschen motiviert werden. Besonders der KUGA-Ball liegt ihr am Herzen, den sie seit Jahren mitorganisiert. Der heurige Ball steht unter dem Motto „KUGA-Crime“ und lädt bewusst zu kreativen Interpretationen ein.

Der neue Vorstand möchte an die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre anknüpfen. Geplant sind kulturelle Angebote für unterschiedliche Altersgruppen, Programme für Volksgruppen, kreative Workshops sowie die Weiterentwicklung etablierter Formate. Die KUGA soll auch künftig ein offener Ort bleiben, an dem Engagement, Vielfalt und gemeinsames Gestalten im Mittelpunkt stehen.


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