Con arco – Neujahrskonzert im Schloss Nebersdorf
07.01.2026
Am ersten Sonntag des neuen Jahres wurde das Schloss Nebersdorf zum Treffpunkt für Musikliebhaber:innen aus der Region: Die Gemeinde Großwarasdorf und die örtliche Kulturvereinigung luden zum traditionellen Neujahrskonzert ein – und der Andrang war so groß wie selten zuvor. Bis auf den letzten Platz war der Veranstaltungssaal gefüllt, zahlreiche Besucher:innen verfolgten das Konzert sogar stehend von den angrenzenden Räumen aus. Gestaltet wurde der musikalische Jahresauftakt von einem ganz besonderen Ensemble: Con Arco – Neue Generation, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Musikschule Oberpullendorf, unter der Leitung ihres Lehrers Martin Kočiš.
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Das Neujahrskonzert war nicht nur ein musikalischer Höhepunkt, sondern zugleich der feierliche Abschluss der Veranstaltungen zum 800-Jahr-Jubiläum von Nebersdorf. Bürgermeister Martin Karall zog eine überaus positive Bilanz: Ein intensives Jubiläumsjahr mit zahlreichen kulturellen, gesellschaftlichen und gemeinschaftlichen Aktivitäten sei erfolgreich zu Ende gegangen. Besonders hob er den starken Zusammenhalt im Ort hervor – Vereine, Gemeinderat und engagierte Bewohner:innen hätten gemeinsam dazu beigetragen, Nebersdorf würdig zu präsentieren. Der Abschluss mit einem Konzert junger Musiker:innen sei dabei ein bewusst gewähltes Zeichen für Zukunft und Kontinuität.
Die Idee, das Neujahrskonzert von einem Jugendensemble gestalten zu lassen, entstand im Zuge der Jubiläumsvorbereitungen. Gemeinsam mit Verantwortlichen aus dem Kulturbereich wurde überlegt, wie man dem Anlass eine besondere Note verleihen könne. Die Wahl fiel schließlich auf Con Arco – Neue Generation – eine Formation, die musikalische Qualität mit jugendlicher Frische verbindet. Das Programm erwies sich als ebenso abwechslungsreich wie anspruchsvoll: Von klassischen Werken wie Vivaldis „Frühling“ über Filmmusik – darunter das bekannte Thema aus Der Pate – bis hin zu eigens arrangierten Stücken reichte das Repertoire.
Die Auswahl der Werke entstand im Dialog zwischen Ensembleleitung und Schüler:innen. Zwar bringt Lehrer Martin Kočiš viele musikalische Ideen ein, doch auch Vorschläge aus dem Ensemble fließen regelmäßig in das Programm ein. So wächst das Repertoire von Jahr zu Jahr weiter und spiegelt nicht nur musikalische Ausbildung, sondern auch Mitgestaltung und Eigenverantwortung wider. Gerade diese Mischung macht den besonderen Charakter von Con Arco aus.
Für die jungen Musiker:innen war das Neujahrskonzert eine außergewöhnliche Erfahrung. Anders als bei üblichen Auftritten, bei denen oft nur wenige Stücke gespielt werden, gestaltete das Ensemble diesmal das gesamte Konzert allein – über eineinhalb Stunden Musik, inklusive intensiver Probenphase. Mehrere Monate Vorbereitung und zusätzliche Probentage waren nötig, um das anspruchsvolle Programm auf die Bühne zu bringen. Die Anstrengung habe sich jedoch gelohnt, waren sich die Beteiligten einig.
Auch aus Sicht der Schüler:innen war der Auftritt im Schloss Nebersdorf etwas Besonderes. Viele standen zum ersten Mal auf einer Bühne in einem historischen Ambiente, das durch seine Akustik und Atmosphäre beeindruckte. Das Gefühl, ein ganzes Konzert zu tragen und die positive Resonanz des Publikums zu spüren, wurde von vielen als wichtiger Schritt in ihrer musikalischen Entwicklung beschrieben.
Der Funke sprang jedenfalls über: Das Publikum reagierte mit langanhaltendem Applaus und großer Begeisterung. Zufriedenheit und Stolz waren nicht nur im Saal, sondern auch auf der Bühne deutlich spürbar. Für Ensembleleiter Martin Kočiš ist genau das der Kern musikalischer Bildungsarbeit: Wenn junge Menschen erleben, dass sich Üben, Durchhalten und gemeinsames Arbeiten auszahlen – und Musik Menschen verbindet.
So wurde das Neujahrskonzert im Schloss Nebersdorf zu mehr als nur einem kulturellen Programmpunkt. Es war ein stimmungsvoller Jahresauftakt, ein würdiger Abschluss eines Jubiläumsjahres und ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Jugend, Bildung und Kultur in der Region. Ein Abend, der gezeigt hat, wie lebendig Musik sein kann – und wie viel Zukunft in ihr steckt.
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