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BILLA-Filiale in Oberpullendorf vor dem Aus – Bgm. Heisz im Gespräch

22.01.2026

Die mögliche Schließung der BILLA-Filiale in der Augasse in Oberpullendorf sorgt seit Tagen für große Besorgnis in der Bevölkerung. Die Filiale gilt als wichtiger Bestandteil der Nahversorgung im Ortszentrum. Im Radio-MORA-Studiogespräch mit Jelica Saček betont Bürgermeister Hannes Heisz (ÖVP), dass sich die Stadtgemeinde seit Jahren aktiv für den Erhalt des Standorts einsetzt und von der Entscheidung des Konzerns überrascht wurde.

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Laut Heisz habe es bereits seit mindestens zwei Jahren laufende Gespräche mit der Geschäftsführung der REWE-Gruppe gegeben. Dabei sei ihm wiederholt zugesichert worden, dass die Filiale im Zentrum von Oberpullendorf bestehen bleiben solle. „Es wurde mir immer beteuert, dass die Filiale an diesem Standort erhalten bleibt, um die Nahversorgung zu gewährleisten“, so der Bürgermeister. Umso bedauerlicher sei es, dass nun dennoch eine Schließung im Raum stehe.

Der Bürgermeister weist Kritik zurück, wonach die Stadtführung früher hätte handeln müssen. Er betont sein persönliches Engagement für den Standort, auch aus biografischen Gründen. Heisz war selbst über drei Jahrzehnte an diesem Standort tätig. „Ich glaube nicht, dass es in Oberpullendorf einen Menschen gibt, dem diese Filiale mehr am Herzen liegt als mir“, sagte er im Gespräch mit Radio MORA. Fehler seitens der Gemeinde sieht er nicht, vielmehr habe man frühzeitig den Dialog gesucht.

Die Entscheidung liege letztlich beim Konzern, so Heisz. Die REWE-Gruppe betreibe rund 1.500 Filialen und treffe ihre Entscheidungen auf Basis wirtschaftlicher Kennzahlen. Die angespannte wirtschaftliche Gesamtlage und mehrere Jahre Rezession würden diese Prozesse zusätzlich beeinflussen. Dennoch wolle er alles unternehmen, um eine Neubewertung der Entscheidung zu erreichen.

Bürgermeister Hannes Heisz (ÖVP)

Ein zentrales Argument für den Erhalt der Filiale ist aus Sicht der Stadtgemeinde die künftige Entwicklung im Ortskern. In unmittelbarer Nähe seien rund vierzig neue Wohnungen geplant, unter anderem im Bereich des ehemaligen Café Krail. Diese zusätzliche Wohnnutzung könne die Frequenz und wirtschaftliche Grundlage der Filiale stärken. Auch Gespräche mit dem Vermieter hätten bereits stattgefunden, um mögliche Lösungen auszuloten.

Parallel dazu setzt die Gemeinde auf Unterstützung aus der Bevölkerung. In der Filiale liegt eine Unterschriftenliste auf, mit der Kundinnen und Kunden ihren Wunsch nach Erhalt des Standorts bekunden können. Bürgermeister Heisz verweist dabei auf vergleichbare Initiativen, etwa in Oberwart, wo eine Petition erfolgreich gewesen sei. „Ich hoffe, dass das Ergebnis hier ein ähnliches sein wird“, erklärte er.

Bürgermeister Hannes Heisz im Gespräch mit Radio-MORA-Redakteurin Jelica Saček

Zusätzlich wird derzeit an einer digitalen Unterstützungsform gearbeitet. Details dazu sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Der Bürgermeister appelliert an die Bevölkerung, die Filiale nicht nur durch Unterschriften, sondern vor allem durch regelmäßige Einkäufe zu unterstützen. „Das ist letztlich das stärkste Signal“, so Heisz.

In den kommenden Wochen sind weitere Gespräche mit der REWE-Führung geplant. Ziel bleibt der Erhalt der BILLA-Filiale im Zentrum von Oberpullendorf, um eine wohnortnahe Versorgung auch künftig sicherzustellen. Die Stadtgemeinde zeigt sich entschlossen, diesen Weg gemeinsam mit der Bevölkerung weiterzugehen.


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