25 Jahre im Dienst der Menschen – singend
23.12.2025
Seit einem Vierteljahrhundert steht Pfarrer Franz Brei im Dienst der Kirche und der Menschen. Anlässlich seines 25-jährigen Priesterjubiläums wurde er kürzlich mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Landes Burgenland ausgezeichnet. Eine Würdigung, die nicht nur sein seelsorgliches Wirken, sondern auch sein kulturelles und musikalisches Engagement anerkennt. Im Gespräch mit Radio MORA blickt Pfarrer Brei auf seinen Weg zurück und spricht darüber, was ihn trägt – im Alltag wie auch in der Weihnachtszeit.
Das Jubiläum wurde für Pfarrer Brei zu einem großen Fest der Dankbarkeit. Besonders berührend sei für ihn gewesen, wie viele Menschen ihn auf diesem Weg begleitet haben – Familie, Freunde, Vereine und Weggefährten aus früheren Pfarren, etwa aus Neckenmarkt, wo er mehrere Jahre als Dechant wirkte. Für ihn ist klar: 25 Jahre Priestersein bedeuten nicht nur persönliches Durchhalten, sondern vor allem ein Miteinander, das trägt.
Diese Dankbarkeit richtet sich für ihn in erster Linie an Gott, aber auch an jene Menschen, die ihn unterstützen, für ihn beten und ihm Vertrauen schenken. Gerade in einer Zeit, in der Seelsorge vielfältige Herausforderungen mit sich bringt, sei diese Unterstützung von unschätzbarem Wert.
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Berufung mit Höhen und Tiefen
Die Entscheidung für das Priestertum beschreibt Pfarrer Brei nicht als spontanen Wunsch, sondern als tiefe innere Überzeugung. Berufung bedeute, Gott und den Menschen dienen zu wollen – mit allen Höhen und Tiefen, die das Leben mit sich bringt. Zweifel, innere Kämpfe und schwierige Tage gehörten genauso dazu wie erfüllende Begegnungen.
Besonders prägend waren für ihn Begegnungen mit Papst Leo XIV. in Rom sowie mit Mutter Teresa in Kalkutta. Momente, in denen er, wie er sagt, „ein Stück Himmel auf Erden“ gespürt habe – Erfahrungen, die ihn bis heute begleiten.
Kirche dort, wo Menschen zusammenkommen
Die Auszeichnung mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Landes Burgenland kam für Pfarrer Brei völlig überraschend. Umso größer war die Freude über diese Anerkennung, die er als Zeichen der Wertschätzung weit über kirchliche Grenzen hinaus versteht. Für ihn ist Kirche nicht auf den Kirchenraum beschränkt. Kirche finde dort statt, wo Menschen miteinander reden, feiern, lachen und einander zuhören.

Gerade dieses Miteinander sei in der heutigen Zeit besonders wichtig – als Ort des Austauschs, der Gemeinschaft und der Hoffnung.
Musik als Brücke zu den Menschen
Neben seiner seelsorglichen Tätigkeit ist Pfarrer Brei auch als singender Pfarrer bekannt. Seit 2008 hat er zahlreiche CDs veröffentlicht, inzwischen sind es zwölf, mit fast 200 Liedern. Musik sieht er als besondere Form der Seelsorge – als Möglichkeit, Menschen zu berühren, Trost zu spenden und Hoffnung weiterzugeben.
Ein besonderes Lied ist für ihn „Wir beten für Frieden“, das auch auf seiner aktuellen Jubiläums-CD zu finden ist. Frieden im Herzen, so Pfarrer Brei, sei die Grundlage für Frieden mit Gott und den Mitmenschen.
Weihnachten: Mehr als Konsum und Hektik
Weihnachten hat für Pfarrer Brei eine klare Botschaft: Ohne Gott kein Weihnachten. Der Blick in die Krippe sei zentral, denn dort liege das größte Geschenk – die Menschwerdung Gottes. Einkaufen, Feiern und Geschenke gehören dazu, dürften aber nicht den Kern des Festes überdecken.
Gerade in der Adventszeit begegnet er vielen Menschen mit Sorgen, Einsamkeit und inneren Verletzungen. Seelsorge bedeute dann, zuzuhören, da zu sein und Hoffnung zu schenken. Besonders wichtig sind ihm auch traditionelle Bräuche wie das Räuchern am Heiligen Abend, die vielen Menschen Halt und Orientierung geben.
Eine Botschaft für alle
Seinen Wunsch fasst Pfarrer Brei schlicht zusammen: Gesundheit, Respekt, ein gutes Miteinander und mehr Aufmerksamkeit für das Innere der Seele. Denn nur wenn Menschen einander zuhören und füreinander Zeit haben, kann Gemeinschaft gelingen.
Als Gebet gibt er den Hörerinnen und Hörern ein einfaches, aber kraftvolles Wort mit:
„Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib.“
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